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Festival Neue Musik im Schloss vor Husum

Große Ohren galten für Paracelsus als Zeichen für ein gutes Hören und stehen stellvertretend für einen scharfen Verstand. In der Antike galt das Ohr zeitweise gar als Sitz des Gedächtnisses und das Klingen der Ohren wurde bei den antiken Pythagoreern als Signal einer göttlichen Eingebung verstanden. Man sollte diese Beschreibung als magische Voraussicht beschreiben, besonders dann, wenn sie wie hier, im Umfeld einer Konzertreihe mit Neuer Musik genannt werden. 

Wie begegne ich jedoch diesem „Neuen“ oder durch was zeichnet es sich überhaupt aus? Was passiert, wenn ich die Neue Musik nicht verstehe oder sie mir nicht gefällt? Auf letzte Frage gibt es eine klare Antwort: es passiert nichts, das Leben in Husum geht weiter. Auf die erstere Frage helfen die offenen, denkenden Ohren und der gemeinsame Austausch über das Gehörte. Dazu schlage ich einen Musikbegriff vor, der die Musik als ein seelisches Geschehen in einen kommunikativen Raum zwischen Menschen ansiedelt. Dieser Raum entsteht aber erst wenn Musik erklingt: zuerst zwischen dem fixierten Noten-bild und dem Spieler, zwischen seinen instrumentalen Erfahrungen und dem eigentlichen Hervorbringen sodann zwischen Hörer und Musiker. 

Folgt man diesem Gedankengang besteht die Möglichkeit dem Musikhörer zuzugestehen, dass er allein durch die Art und Weise des Hörens Teil der Musik ist. Er konstituiert sich als aktiver Hörer nämlich mit all seinen Sinnen. Diese vermitteln als Wahrnehmungsorgane zwischen Innen- und Außenwelt und haben ein sehr differenziertes Aufgabenfeld unsere Umwelt auf den unterschiedlichsten Ebenen wahrzunehmen. Als Nah-Sinne werden dabei Tasten, Schmecken und Riechen zusammengefasst, Gehör und Sehen gelten als die abstraktionsfähigen Fernsinne.

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Programm 25.-26. Mai 2018

weitere Programm-Details

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Vorverkauf

Schlossbuchhandlung
Schlossgang 10, 25813 Husum

Tel : +49 4841 89214
Mail: info (at) schlossbuch.com


 
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Wird Musik darüber hinaus als ein Prozess gedacht, der an einem Grenzbereich zwischen Latentem und Manifesten, von Innen und Außen, von Bewussten und Unbewussten entsteht, fordert sie in der Konsequenz einen aktiven Hörer. Konzerte Mit Neuer Musik sind dafür besonders geeignet, weil sie die Möglichkeit einer Kommunikation der Sinne eröffnen, in dem der Hörsinn als ein Teil im Ensemble aller Sinne wahrgenommen wird. 

Der intime Rahmen, die Nähe zu den jungen Musikern die den musikalischen Augenblick mit einer Intensität aufladen ist genau der Rahmen um Neues zu hören, Andere kennen zu lernen und gemeinsam darüber zu sprechen. Das Neue entsteht nur im Spielen UND Hören. Das Neue ist nie da, sondern entsteht immer wieder neu. Dabei ist es egal was für Musik man hört immer sind sie aufgefordert  „große Ohren“ zu machen.

Prof. Frank Böhme

 

«Musik ist das, was niemals wiederkehrt. Oder das, was immer voraus ist. Im Grunde das, was immer schon vorbei ist. Musik hören – das ist wie eine Drohung. Die Drohung, es sei ‹schon wieder zu Ende›. Also will man es erst recht wissen. Man hört noch einmal hin. Und es ist abermals nicht mehr da. Sogar noch weniger als zuvor. Und alles beginnt wieder von Neuem. Vor der Musik, da ist die Stille. Unmittelbar danach exis¬tiert nur noch die Erinnerung ...»  Roland Barthes

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